Amsterdamer Straße

Nachmittags mit H. im Caffézinho. Sie kam auf ihrem gelben Fahrrad. Ich tippte auf mein Handgelenk. Aber ich war selber erst kurz vorher eingetroffen und stand neben der großblauäugigen Iane an der Heizung. Iane schnellte hin und wieder von der Heizung weg zum Laptop, um eine neue Musik zu starten.
Durchs Fenster sah ich, wie H. ihr Fahrrad abschloss und auf uns zukam. Iane stand neben der kleinen Charlotte im Durchgang zum Tresen und warf mit Buster Keaton-Miene die Arme in die Höhe.

H. erzählte von Filmen, die sie gesehen hatte. Sie zweifelte, ob sie mir gefielen. Das Kino kannte ich, die „Filmpalette” neben dem Café Schmitz, ziemlich nah bei Saturn und Eigelstein, so ein Schuhkarton/größeres Wohnzimmer.

Wir bestellten Tee, Rick servierte mir meinen zusammen mit einem Wecker, der rückwärts zählte und nach drei Minuten piepte.

Eine junge Frau kam herein und setzte sich zu den Ryan Air-Leuten.
H. guckte, sagte dann: „Meiner Herr’n, wat für ’n Feger!”

Ich sprach von Haneke.
Iane klappte die Augen auf und zu, sagte „Haneke”, als hätte sie einen bitteren Geschmack im Mund.

Der neue Nachbar. Die Zweckmäßigkeit von Plastikbalkonblumen.
Das waren so Themen.
H. sagte drei- oder viermal, mit größeren Pausen dazwischen:
„Ich muss aufräumen.”

Ein Gedanke zu “Amsterdamer Straße

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