Datscha

G. hat mir mit der Steuer geholfen, und ich bin abends noch losgefahren, um den Umschlag einzuwerfen, drei Tage Verspätung mögen angehen.
Auf dem Rückweg habe ich B. hallo gesagt. Nachts war er aus Flensburg zurückgekommen, jetzt saß er matt auf der Bank.
Überall auf dem Rasen Äpfel und Birnen, nur ein wenig beiseite geharkt, die Wespen machten sich daran zu schaffen, es gab sehr viele davon.
Auch ins Tischglas mit seinem stehend-schwappigen Wachs waren sie eingetaucht, zusammen mit Faltern und Fliegen, den gemeinen Hausfliegen und den anderen, glänzenden. Die lockende Wirkung des Gemischs hatte wohl nachgelassen; mochte eine Wespe durch die eingestülpte Öffnung krabbeln und sich bis auf weniges der Brühe nähern – sie fand leicht den Ausgang und schwebte in einem Schlenker davon.
Weit ausgehöhlt die Birne, die einen Schritt weiter im Gras lag; vier fünf Wespen säbelten und beißelten daran, die Köpfe weit nach innen gedreht, in einer kurzen Linie, wie an einem Gesäuge.
Ein Fuchs schlug das Buch seiner Zeichnung auf.
Züge fuhren langsam vorbei.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s